
| Vortrag von Frau Dr. Freytag |
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Als Schiller nach dem Theaterskandal 1784 in Mannheim in finanzielle Schwierigkeiten geriet, erinnerte er sich, heute würde man sagen, an seine Fangemeinde in Dresden, in deren Mitte der Ober-Appellationsgerichtsrat Christian Gottfried Körner stand. Dieser verschaffte Schiller jahrelang finanzielle Sicherheit, gewährte ihm auch in Leipzig und Dresden vorübergehend Unterkunft, und so entwickelte sich zwischen beiden eine feste Freundschaft, sicher auch, da Körner nur drei Jahre älter war als Schiller. Aber dessen innere Unruhe und Schaffensdrang führte ihn bald nach Thüringen, was zu einem umfangreichen Briefwechsel zwischen Schiller und Körner führte, ein Briewechsel, der auch uns heute noch einen tiefen Einblick in das Leben und Denken Schillers gewährt. Die Rednerin zeigte aber auch auf, dass die Freundschaft zwischen den Beiden auch kritische Zeiten überstand. So war Körner nicht immer einverstanden, wie Schiller mit dem leidigen Geld umging, und Schiller fühlte sich von Körner oft gegängelt, aber das alles konnte die Freundschaft nicht zerstören. Der Vortrag wurde vom Publikum mit Dankbarkeit aufgenommen, was auch der Applaus bestätigte. Heinz Wünschmann |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 19. Juni 2009 um 01:47 Uhr |




